“Apokalyptischer, traumatischer Horrorfilm-Höllentrip! Eine einzigartige Mischung aus Haunted House-Movie, Dämonen / Zombie-Splatter & Sex!” Mit dieser Beschreibung wird der Fan von Splatter-Movies angelockt.

Ghostbusters lässt grüßen

Das Team um Ted Sturgeon (C. Beasley jr) soll nach zahlreichen Fehlschlägen von parapsychologischen Spezialteams dem Geheimnis von John Stokers Haus auf die Schliche kommen. Von Anfang an hat Ted ein ungutes Gefühl bei diesem Job-Angebot. Letzten Enden nimmt er den Auftrag nur an, weil sein Auftraggeber den Lohn verdoppelt und das Team das Geld benötigt. Das fünfköpfigeTeam teilt sich auf und untersucht so die Räume des riesigen, unbewohnten Landsitzes nach Aktivitäten aus dem Jenseits. Es ist der Anfang vom Ende, denn alle sind sie verwundbar und das lassen sich die weiblichen Dämonen des Hauses nicht zweimal sagen. Einer nach den anderen wird auf bestialische Weise getötet. Lediglich Erin Cooper (J. Scarlett), die den Hausherren in den Keller begleitet, bleibt vorerst verschont, um so tatsächlich das Geheimnis zu entdecken. Allerdings ist es ein Geheimnis, das den Hausherren so gar nicht gefallen wird.

Die ersten Szenen des Films lassen eine gruselige und blutige Stimmung entstehen, die lustigen Schundhorror erhoffen lässt, auch wenn die dunklen Lichtverhältnisse und das rauschige Bild dies leicht trüben. Für einen 2003 produzierten Film sicherlich kein Pluspunkt.

Softporno in blutiger Gruselumgebung

Schnell wird klar: Hier wird auf nackte Frauen und Blut gesetzt. Sicherlich keine verkehrte Kombination, wenn sie im richtigen Maße umgesetzt wird. In diesem Fall würde man sogar über die meist flachen Dialoge hinwegsehen können. Allerdings ist die Umsetzung einfach nur katastrophal. Es beginnt schon bei der Logik. Ein perfektes Beispiel: Das Team trennt sich um alles zu untersuchen, dabei ist der eine Kameraspezialist, das andere Mitglied hat Visionen usw. Ein solches Team würde sich nie trennen, um jede Stimmung und Veränderung aufzunehmen. Stattdessen wird ein Teammitglied nach den anderen auf Grund des männlichen Balztriebes umgebracht. Mehr oder weniger attraktive Damen versuchen auf sehr stillose Art und Weise die Ghostbuster zu verführen. Nach einer schwachen Softsexszene kommt dann endlich die Verwandlung zum Monster. Diese ist jedoch eher belustigend als angsterregend. Die Qualität der Masken erinnert stark an meine Schulzeit, wo wir in der 7. Klasse eine Pappmaschee-Maske gebastelt haben. Dazu ein Haufen Blut, das eher an eingefärbtes Wasser erinnert, so dünnflüssig und knallrot ist es. Statt diese Szenen auszubauen, denn dafür schaut man sich einen solchen Film an, sind sie absolut kurz und enttäuschend. Diese Show wiederholt sich einige Male, wobei sie alle gleich wirken, auch wenn die Sprüche, Zimmer und Frauen etwas anders sind. Kreativität ist ein Fremdwort.

87 lange Minuten bis zum bitteren Ende

Der Film ist so schlecht, dass man ihn nicht mal als Horror B-Movie titutlieren könnte. Weder Lacher, noch Grusler waren dabei. Man könnte es schon als Softsexporno mit gruseliger Handlung bezeichnen, den man getrost verpassen darf. 87 Minuten Langeweile lassen besonders die letzten 30 Minuten lang erscheinen. Man hat das Gefühl nichts zu verpassen und sofern man die ersten 20 Minuten und die letzten fünf Schlussminuten kennt, ist die auch treffend.Und selbst der Schluss ist keine Überraschung, denn der Ausgang ist schon nach 20 Minuten vorhersehbar.

Bestie vs. Monster

Dazu kommt, dass die Übersetzung ins Deutsche alles andere als berauschend ist. So heißt es im Original „Flesh for the Beast“, bei uns „Fleisch für die Bestie“, was so weit stimmt, aber im Film wird zu 100% nur vom Fleisch für das Monster geredet.

Da kann nicht mal das Bonusmaterial den Film noch retten. Dieser Film ist einfach nur schlechter Trash, auf den die Welt verzichten kann.