Normalerweise sind Reviews so aufgebaut: Eine Einleitung, eine Zusammenfassung der Story, eine Kritik und ein Fazit. Da steckt System drin, das liest sich leicht, man wird nicht verwirrt. Wie schreibt man aber eine Review, nachdem man einen Film wie „Detention“ gesehen hat, der völlig verwirrt? Der selber aus keiner Ordnung oder Logik besteht? Wir nehmen die Herausforderung an, immerhin haben wir das Schauen des Films schonmal überstanden.

What the fuck?

Das ist so ziemlich einer der ersten Gedanken, der einem als Zuschauer in den ersten 5-10 Minuten durch den Kopf geht. „Detention“ aus dem Hause Sony Pictures Home Entertainment ist nämlich ziemlich wirr und abgedreht. Versuchen wir mal, ein bisschen Struktur in die Story zu bringen:

Ein Mörder geht umher. Ein Mörder, verkleidet als „Cinderhella“, der Hauptfigur einer Horrorfilmreihe. Auf der örtlichen Highschool von Grizzly Lake bricht deshalb aber längst noch keine Panik aus, stattdessen wird gefeiert und sich auf die Prom gefreut. Doch einen Abend vor der Prom kommt es zum zweiten Mord und alle Teenager, die in der Nähe des Verbrechens waren, werden am darauffolgenden Tag zum Nachsitzen verdonnert. Bei diesem Nachsitzen betätigen sich die Teens dann selbst als Detektive und sind sich sicher: Der Mörder ist unter ihnen!

Klingt gar nicht so wirr oder seltsam, hm? Wenn ihr wüsstet, was danach passiert… Und wenn ihr wüsstet, wie durcheinander der Film ist, eh es überhaupt zu diesem Nachsitzen kommt! Erstmal werden dem Zuschauer nämlich in abstrakten Rückblenden die einzelnen Charaktere vorgestellt. Da gibt es Reisen in die Vergangenheit, außerirdische Verwechslungen und schrecklich schnell sprechende Teens.

Welche Drogen gab’s denn?

Alkohol? Drogen? Man kann nur vermuten, aber irgendwie hat man das Gefühl, dass man so einen Film doch nicht mit klarem Kopf drehen kann! Viel zu abgespaced kommt er daher, Logik findet man nirgendwo und was muss man genommen haben, um einen ausgestopften Grizzly als Zeitmaschine zu nutzen?

Fragen über Fragen, die man sich vielleicht nur beantworten kann, indem man den Film selbst völlig zugedröhnt ansieht. Das war bei uns aber nicht der Fall, also waren wir einfach nur verwirrt. Bunte Farben, unheimlich viele Einflüsse der 90er Jahre – das ist es, was bei uns hängen geblieben ist. Wir müssen aber auch gestehen: Wir haben desöfteren Lachen müssen! „Detention“ ist so abstrus, dass manche Gags einfach zu genial sind, dass man sich an manchen Stellen das Lachen einfach nicht verkneifen kann. „Horrorkömodie“ ist dabei allerdings die falsche Beschreibung. Von Horror ist kaum was zu sehen, ein bisschen Blut hier, die eine oder andere menschliche Selbstexplosion dort. Alles in allem aber eben doch eher lustig als gruselig. Verquere Komödie mit Mordeinlagen trifft es da wohl eher.

Letztendlich fällt es uns unheimlich schwer, diesen Film zu bewerten. Es ist so ein „entweder man findet ihn richtig scheiße oder man findet ihn richtig gut“ Trash-Ding. Aber selbst wenn man ihn richtig scheiße findet, muss man doch manchmal lachen. Und technisch ist „Detention“ einfach nur gut umgesetzt. So einigen wir uns auf eine Wertung genau in der Mitte, denn dies ist einer der wenigen Trash-Filme, von denen man sich selbst ein Bild machen sollte. Entweder verschwendet man seine Zeit absolut sinnlos oder man möchte ihn sich gleich nochmal ansehen. So oder so: „Detention“ bleibt im Gedächtnis!