Fantasy-Figuren in Horrorfilmen – was fällt uns da als erstes ein`? Vampire! Diese haben in „Animals“ aber nichts zu suchen. Was kommt dem Horror-Fantasy-Fan als zweites in den Sinn? Werwölfe! Ganz genau, der Titel lässt es vielleicht auch schon ein wenig erahnen, dass wir es bei „Animals – Das tödlichste Raubtier ist in dir!“ mit einem Werwolf-Horrorfilm zu tun haben.

Ungeschützter Sex überträgt gefährliche Dinge!

Syd Jarrett (gespielt von Marc Blucas, dem einen oder anderen vielleicht besser bekannt unter dem Namen Riley aus „Buffy“) führt das Leben eines normalen jungen Mannes in einer Kleinstadt, der natürlich hier und da mit seinen Problemen zu kämpfen hat. Diese Probleme sind aber nichts im Vergleich zu denen, auf die er noch treffen wird. Eines Abends trifft er in einer Kneipe die hübsche Nora (gespielt von Nicki Aycox) und sofort entfacht die Leidenschaft zwischen den beiden. Doch das wilde Sexspiel hat eine ungeahnte Konsequenz: Nora ist nämlich ein Werwolf und hat Syd beim Liebesspiel infiziert! Plötzliches Verlangen auf Blut, der Kontrollverlust über die eigene Psyche und den eigenen Körper – dies sind die Probleme, mit denen er sich nun herum schlagen muss. Aber als wäre dies nicht schon schlimm genug, so ist das Werwolf-Leben natürlich auch sonst kein leichtes. Gefahren durch ein blutdurstiges und skrupelloses Alphamännchen namens Vic (gespielt von Naveen Andrews, bekannt aus der Serie „Lost“) lauern! Plötzlich müssen alle um ihr Leben fürchten!

Wenig Story, viel Sex

Die Story gibt nicht allzu viel her, eigentlich ist alles wesentliche schon oben beschrieben. Dafür gibt es einiges an Sexszenen zu sehen und auch blutig wird es hier und da mal. Leider ist der Film für eine so durchschnittliche und viel zu kurze Story viel zu lang geraten, so dass man doch gerne mal die Vorspultaste betätigen möchte. Eigentlich sollte dies einen Film schon zu einem wirklich schlechten Film machen. Tut es aber nicht! Denn so richtig mies ist er auch nicht, was sicherlich auch an der guten schauspielerischen Besetzung liegt, die gerade für ein B-Movie wirklich gute Leistungen bringen und zudem nichtmal unbekannt sind. Auch wurde in die einzelnen Charaktere viel Mühe gesteckt, so dass jeder in seiner Rolle unverkennbar und gut ist. Doch sind die Special Effects alles andere als gut gelungen. Die Monster selbst bekommt man kaum und auch erst am Ende des Films zu Gesicht, allerdings so verfremdet dargestellt, das man sicherlich nicht ins Gruseln kommt.

Auch bleiben Splatter-Fans vollkommen auf der Strecke. Es gibt natürlich einiges an Blut zu sehen, aber das befindet sich dann zumeist schon auf dem Boden oder der zerfetzten Kleidung. Dafür könnte man meinen, man hätte einen Softporno in den DVD-Player geschoben, so viele Sexszenen bekommt man geboten. Das muss nun sicherlich auch nichts schlechtes sein, sehen wir den Film doch einfach als erotischen Horror-B-Movie an.

„Animals“ ist kein Film, den man gesehen haben muss, verpassen tut hier keiner was. Aber Freunde der Horror-B-Movie-Szene können trotz allem mal einen Blick riskieren, ganz verschwendete Zeit ist das Schauen jedenfalls nicht.