Ach ja Kanadier, nein Moment: Ach ja, Kanadische Jugendfilme.

Mein Babysitter ist ein Vampir – DER FILM! Ok jetzt nicht wegschalten, dranbleiben, es könnte sich lohnen! Denn hier handelt es sich nicht um einen 08/15 Teenieschrott aus amerikanischer Feder, nein, hier steckt eine gewisse Tiefe und sogar Story hinter dem Titel!

Biss zum Mittagessen!

Ethan (Matthew Knight) und Benny (Atticus Dean Mitchell) sind Kumpels, das typische Nerd-Duo um genau zu sein. Die beiden haben ihre Probleme mit der Frauenwelt so wie jeder andere auch, nur als der Babysitter, der für sie und Ethans Schwester angeheuert wurde, sich als Vampir herrausstellt, haben sie ganz neue Problemchen. Sarah (Vanessa Morgan) ist ein sogenanter Bissling, sie wurde von einem Vampir gebissen, aber bis sie nicht Menschenblut getrunken hat, bleibt sie eine Art Zwischenstufe. 7 Tage hat sie dafür Zeit, sonst wird sie sterben. Schnell freundet sie sich mit Ethan und Benny an, denn eigentlich wollte sie gar nicht babysitten, sie ist nur für ihre Freundin Erica eingesprungen, die sich gerade im Bann eines Vampirs befindet.

“Mein Babysitter ist ein Vampir” ist natürlich nur der Pilotfilm für die gleichnamige Serie, trotzdem ist er gut produziert. Der Witz ist auch etwas für Erwachsene und nimmt sogar hier und da die Werwolf/Vampir/Mädchen Geschichte “Twilight” auf die Schippe, das gibt Pluspunkte der extraglitzernden Stufe.

Jetzt mal langsam!

Ok, also ganz so super wie sich das bisher liest, ist der Film dann doch nicht. Desöfteren kommen die etwas flachen Gags nicht ganz rüber, Handlungen sind sehr vorhersehbar oder die Vampire sind etwas zu “vampirisch”. Auch der Plot hat ein paar Löcher, die aber nicht allzu problematisch sind. Für die Zielgruppe allerdings handelt es sich um eine “wissenschaftlich korrekte Serie” die “genau so hätte passieren können!” Kinder glauben einfach alles (Der Redakteur lacht sarkastisch).

Parker Lewis? Irgendwer? Niemand?

Stellt man heute Jugendliche vor die Frage, was ihre Lieblingsserie ist, kommt meistens ein Einheitsbrei als Antwort heraus. Hanna Monatana für die ganz Kleinen und denselben Plot in etwas ältereren Gruppen. Wirkliche Abwechslung bietet die Fernsehlandschaft ja nicht mehr. Wie gerne erinnert man sich an die Zeit, wo noch Parker Lewis Uhrenvergleich zum Ritual wurde oder als man Mitglied der schrecklich netten Familie war. Klar, auch so Serien wie Sledge Hammer sah man, auch wenn die Zielgruppe eine andere war. Wodrauf es ankam war, dass es Abwechslung gab. Heute ist alles nur ein Abklatsch von alten Serien, die damals selbst von anderen Serien abgeklatscht waren, die wieder Neuauflagen von….. usw.

“Mein Babysitter ist ein Vampir” bietet mal wieder neuen Plot für die Jugendzielgruppe – eine Art “Charmed” oder “Buffy” für die Neulinge der Fernsehkultur. Nur ohne die zauberhaften Schwestern… und Buffy.

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