Wenn man auf Filme der 40er Jahre steht, was fällt einem dann ein, wenn man die Namen John Ford und John Wayne hört? Western natürlich! Während John Ford einer der Western-Regisseure überhaupt war, war John Wayne einer der Western-Darsteller überhaupt. Doch Insider wissen längst, dass beide nicht nur in und mit Western geglänzt haben, sondern auch bei Kriegsfilmen ihr Handwerk durchaus verstanden haben. „Der lange Weg nach Cardiff“ (Originaltitel „The long voyage home“) ist eben ein solcher Film,bei dem John Ford für die Regie verantwortlich war, während John Wayne sich die Ehre in der Rolle des Ole Olsen gab.

Der englische Handelsfrachter Glencairn befindet sich auf der Rückkehr von den Karibischen Inseln nach Irland. Bei einem Zwischenstopp in Baltimore wird Ladung aufgenommen. Explosive Ladung! Schwere Munition wird nämlich an Bord des Schiffes gebracht, was den Frachter in Kriegszeiten natürlich zu einem interessanten Angriffsziel macht. Der Druck, den diese Situation mit sich bringt, macht sich schon bald bei der Schiffsbesatzung bemerkbar. So beginnt die Besatzung sich gegenseitig des Verrates zu beschuldigen…

„Der lange Weg nach Cardiff“ ist nicht irgendein alter Film, der nun über 70 Jahre später auf DVD gepresst wurde, weil alte Filme ja doch irgendwie ankommen und man könnte damit ja ein paar Euro machen. Nein, „Der lange Weg nach Cardiff“ ist tatsächlich ein hervorragender Klassiker, den es sich anzusehen lohnt. Auch Hollywood hat damals diesen Film als Goldstück erkannt, indem dieser Streifen 1941 gleich in sechs verschiedenen Kategorien (unter anderem bester Film) für den Oscar nominiert worden ist. Leider wurden dann diese Oscars anderweitig vergeben.

„Der lange Weg nach Cardiff“ überzeugt nicht nur durch eine spannende Story, die wirklich gut umgesetzt worden ist, sondern auch mit den verschiedenen Schauspielern. Besonders John Wayne ist sehenswert. Und das nicht, weil er eben ein Filmstar der damaligen Zeit war. Sondern weil man ihn mal in einer ganz anderen Rolle gesehen hat, die er ebenso gut verkörpert hat wie sonst in den verschiedenen Western.

An dieser Stelle sollte aber nochmal erwähnt werden, dass man hier keinen typischen Kriegsfilm vorgesetzt bekommt, der sich mit Soldaten auf See oder ähnlichem beschäftigt. Vielmehr werden hier „einfache“ Seeleute in den Mittelpunkt des Geschehens gerückt, die eigentlich lediglich für die Beschaffung von Nachschub auf einem Frachter zuständig waren und dennoch oder gerade deshalb mitten im Kriegsgeschehen gelandet sind.

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