Was man alles aus Scheiße machen kann, zeigt dieser Film, der den Zuschauer in die tristen, braunen 60er Jahre Amerikas entführt. Mr. Roses führt die bekannte Firma Roses Manure, die mit natürlichem Düngemitteln, nämlich schlichten Tiermist, überall die Farmen beliefert. Als er bei einem Unfall ums Leben kommt, sind seine Mitarbeiter, und vor allen Dingen sein Zugpferd Patrick Fitzpatrick (Billy Bob Thornton), besonders betroffen. Zumal nicht er das Unternehmen leiten darf, sondern eine unbekannte Rosemary (Téa Leoni), die verschollene Tochter von Mr. Roses. Zu allem Überfluss steht das Unternehmen kurz vor der Pleite. Rosemary, die den Traum ihres Vaters zwar selbst nicht hat, will ihn jedoch zumindest mit Gewinn verkaufen. Zusammen mit einigen guten Vertretern versucht sie den Umsatz zu steigern, um endlich wieder Profit abzuwerfen. Als jedoch Jimmy St. James und seine Männer mit Kunstdünger vom Himmel fallen und mit ihnen einen Krieg um jeden Kunden anfangen, packt auch Rosemary der Kampfgeist. Ein erbitterter Kampf um den Erfolg geht los.

Scheiße wohin das Auge blickt

Das man mit Scheiße Geld machen kann, war schon immer so. Das zeigt auch dieser Film, der versucht mit einer Story rund um das Abfallprodukt erfolgreich zu sein. Der Satire “Der Gestank des Erfolges” gelingt dies ausgesprochen gut. Michael Polish setzt ganz auf “America Way of Life” indem er in dem 92minütigem Film versucht, aus Scheiße Geld zu machen. Untermalt wird die Geschichte durch Bildmaterial, das in einem passenden Braunton unterlegt wurde. Egal ob Blumen oder Gemüse, alles ist braun, so als würde man einen Schwarz/Braun-Film ansehen. Dass der Film erst 2009 auf den Markt gekommen ist, kann man bei dieser brillanten Umsetzung gar nicht glauben. Die 60er Jahre wurden perfekt eingefangen. Nur an den Schauspielern erkennt der Zuschauer, dass es sich um einen neueren Film handelt. In diesem Fall setzt der Regisseur auf Billy Bob Thornton, der seine Rolle als Spitzenverkäufer, Romantiker und Held erstklassig umsetzt. Er verzieht in den witzigsten Situationen keine Miene. Doch auch die anderen Schauspieler können überzeugen. Durch ihre Dialoge und stimmigen Gesichtszüge sind Lacher garantiert.

Von Männern mit Brüsten bis hin zum dummen Bauern

Doch auch abseits der Charaktere warten zahlreiche Lacher, denn es gibt in diesem Film nichts, was nicht auf satirische Art und Weise angepackt wurde. So wird auf halluzinogene Pilze, Masken, Männer mit Brüsten, Fallschirmsprünge, dumme Farmer und witzige Dialoge gesetzt. Dabei wird jedoch nie aus den Augen gelassen, dass es eigentlich darum geht, seine Träume nie aus den Augen zu lassen. Verpackt in dieser humorvollen Umsetzung, kann man nur sagen: Dieser Film lohnt sich. Sicherlich kein Standard-Hollywood-Streifen, jedoch allemal sehenswert.