Der Film “Cyborg” mit Jean-Claude Van Damme, Deborah Richter, Vincent Klyn und Alex Daniels ist sicherlich bei Fans als Meilenstein gesehen – manch anderer wird dem Film wahrlich nichts abgewinnen können. Uns hat er nun wiederum gefallen. Ja, wie denn nun?

Cyborg

Der Held heisst Gibson Rickenbacker (Jean-Claude Van Damme). Er ist schmutzig, verschwitzt und starrt zu Beginn des Films auf etwas in der Ferne. Nach dem atomaren Holocaust ist die Welt kein wirklich schöner Ort mehr, aber nicht nur ist alles verwüstet, sondern auch gefährlich. Rivalisierende Banden streifen umher und plündern, morden und vergewaltigen was das Zeug hält. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Welt, in der nur die starken überleben. Die wenigen Überlebenden sind zu allem Überfluß von einer Seuche bedroht, doch Rettung naht. Ein Cyborg, ein halbelektronisches Zwitterwesen, soll das rettende Serum zum vereinbarten Treffpunkt bringen. Doch die umherstreifenden Ganoven und Banden unter der Führung des grausamen “Fender” sind ebenfalls an dem Heilmittel interessiert. Er will das Monopol auf die Produktion des Heilmittels an sich reißen. Ob Gibson Rickenbacker (Jean-Claude Van Damme) das verhindern kann?

Der Martial-Arts-Science-Fiction-Film von Albert Pyun zeichnet ein düsteres Bild einer post-apokalyptischen Zukunft. Obwohl die Kritiker von “Cyborg” nicht besonders angetan waren, kann man einer guten Kameraführung, den Kostümen und den sehr schön choreographierten Kampfszenen eigentlich keinen Vorwurf machen. Kampfsport-Fans finden jede Menge Action, Van Damme-Fans jede Menge Van Damme.

Gut zugegeben: Die Handlung ist echt etwas “billig”. Phasenweise hat der Film echtes B-Movie-Flair und muss sich aufgrund mancher Dialoge echt schämen. Der Handlungsstrang erinnert an eine krude Mischung aus “Mad Max” und “Terminator”, aber hey: Solche Vergleiche sind eigentlich kein Makel. Der Showdown am Ende eines jeden Jean Claude Films ist zwar vorprogrammiert, aber unterm Strich macht das wenig aus. Jean Claude van Damme als Jesus ans Kreuz genagelt ist auch etwas “over the top”, aber was solls. Der Film war lange Zeit indiziert und die Indizierung wurde Anfang des Jahres glücklicherweise aufgehoben, so daß wir euch diesen Film nun doch noch ans Herz legen können.