Trish Stratus ist WWE-Fans sicherlich als Wrestlerin ein Begriff. Schließlich könnte sie hierbei mehrfach den WWE Women’s Championship für sich entscheiden. Doch Wrestling ist nicht alles, was Trish kann. In dem Film „Bounty Hunters“ hat sie sich auch als Schauspielerin versucht. Aber auch da tut sie mehr oder weniger das, was sie sonst auch den WWE-Fans geboten hat: Leuten den Hintern versohlen.

Geld ist eine feine Sache, aber eben doch nicht alles

Julie (gespielt von Trish Stratus) und ihre Kollegen Chase (gespielt von Boomer Phillips) und Ridley (gespielt von Frank J. Zupancic) sind Bounty Hunter, zu deutsch Kopfgeldjäger. Das bedeutet, sie machen Jagd auf Personen, die kautionsflüchtig sind. Ein Job, den sie recht routiniert bewältigen, bis sie eines Tages einen Flüchtigen stellen, der sich mit einer Information seine Freiheit erkaufen möchte. Er erzählt der Truppe etwas von einem Kopfgeld, das auf einen Schlag 100 000 Dollar einbringen würde. Klingt nach einem guten Geschäft, also ran an die Arbeit! Doch nicht nur Julie und ihre Jungs sind hinter dem Flüchtigen her. Auch ein Mafiaboss möchte den Mann „sehen“. Er bietet den Kopfgeldjägern gleich eine ganz Million Dollar, wenn sie den Flüchtigen zu ihm bringen. Geld ist zwar schön und gut, aber eben doch nicht alles, weshalb die Kopfgeldjäger diesen Vorschlag ablehnen. Leider nimmt der Mafiaboss diese Absage aber nicht ganz so locker hin und hat ab sofort die Kopfgeldjäger auf dem Kieker.

Klingt gut, ist es aber nicht

Trish Stratus nimmt sich anscheinend ein Vorbild an ihren diversen männlichen Wrestler-Kollegen, die ebenfalls vom Ring in den Film gewechselt oder zumindest einen kleinen Ausflug dorthin gemacht haben. Und so eine schlechte Figur macht Trish dabei auch gar nicht. Zumindest für die männlichen Zuschauer ist sie ein Augenschmaus in ihren sexy Kostümen und den actiongeladenen Szenen. Das war es dann aber auch schon mit den Vorzügen. Schauspielerisches Talent braucht sie in „Bounty Hunters“ gar nicht erst zu beweisen, denn der Film ist so schlecht, dass Talent hier eh untergehen würde. Die Story an sich klingt im ersten Moment vielleicht nicht so schlecht, wird aber mehr als schlecht umgesetzt. Zudem kommt noch, dass die Geschichte mit der Zeit etwas sehr weit hergeholt scheint und keinen richtigen Sinn ergibt.

Auch wenn Trish Stratus in den Action-Szenen zeigen kann, was sie drauf hat, sind die meisten Kampfszenen der männlichen Darsteller doch wirklich lächerlich. Hinzu kommen selten blöde Dialoge und unwitzige Kommentare, die lustig sein wollen, es aber eben nicht sind. Um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen, ist nicht nur die Kameraführung selbst für ein B-Movie richtig schlecht, nein, die deutsche Synchronisation ist auch noch unterirdisch! Die Stimme für Trish Stratus passt mal so gar nicht, aber auch bei den männlichen Rollen hat man sich nicht gerade Mühe gegeben, den Personen entsprechende passende Stimmen zu suchen. Und warum eigentlich FSK 18? Den Grund dafür haben wir jedenfalls nicht gefunden.

Es tut uns wirklich leid, aber dieser Ausflug von Trish Stratus in die Welt der Schauspielerei ging gewaltig nach hinten los! Das ist aber nichtmal ihre Schuld, der Film ist nur einfach grottenschlecht! Das einzig Gute daran sind Trish’s Outfits.