“Fight Club” steht für harte Kämpfe, eine spannende Story und zeitlose Unterhaltung. “Blood Fighter” geht noch eine Nummer weiter – härter, brutaler und blutiger werden Kick-Box-Fans angesprochen.

Streefighter – kämpf oder stirb

Johnny Sanches (Ernie Reyes Jr.) hat schon immer für den Kampfsport gelebt und kämpft sich auch im Knast an die Spitze. So verdient er ein kleines Taschengeld, welches seiner Ex und seinem Sohn zu Gute kommen soll. Als ihm der Gefängnisdirektor Harbin Rask (John Savage) eine zweite Chance anbietet, nimmt er sie an. Er kommt frei und muss für Rask auf den Roten Teppich, einen blutigen, oft tödlichen Wettkampf, der von General Insou Krang (George Takei) beherrscht wird. Sanches nimmt an und von nun an heißt es kämpfe, um die Ehre deiner Familie zu retten.

Blood Fighter wird seinem Namen nicht gerecht

Blood Fighter ist ein Film ab 18, der durch seine besondere Brutalität und Härte nichts für schwache Nerven sein soll. Diese Aussage ist jedoch weit gefehlt. Verwackelte Kämpfe, denen man die vorher auswendig gelernte Choreographie deutlich anmerkt, sind noch das geringste Problem dieses Filmes.  Angelockt von der Brutalität, erwartet man Blut, gebrochene Knochen und wirklich harte Kämpfe. Stattdessen sind die Kampfszenen schlecht und unpassend zusammengeschnitten, sodass das Gefühl aufkommt, Sekunden oder gar Minuten des Kampfes verpasst zu haben. Brutalitität ist etwas anderes. Zeitgleich sucht man vergebens nach Blut. So kämpft Sanches Vater gegen eine große Gruppe, die ihm in seiner Werkstatt droht, und trotz heftiger Schläge, Kinnhaken, Nasenbrecher, spritzt nicht einmal Blut. Dieses ist generell sehr rar gesät und sorgt dafür, dass die USK 18 nicht nachvollziehbar ist.

Altbekannte Story, die nicht überzeugen kann

“Fight Club”, “Rocky” oder andere Filme zeigen, dass ein Kampf-Film nicht unbedingt mit Blut, Leichen und Brutalität gespickt sein muss, um Erfolg zu haben.  Wer “Rocky” kennt, der sieht die große Ähnlichkeit zwischen “Blood Fighter” und “Rocky IV”. Gewinner kämpft gegen eine übernatürliche Kampfmaschine. Eine nette Idee, die jedoch bei Rocky Tiefgang hat, der diesem Film jedoch fehlt. Zwar wird hier auf eine gute Mischung von actionreichen Kämpfen und tiefgründigen Dialogen wettgelegt. Jedoch sind beide Seiten nicht 100% ausgereift, sodass das Gesamtpaket eben leider nicht überzeugen kann.

In den tiefen des Durchschnitts

Da können die schauspielerischen Leistungen von Ernie Reyes Jr., der sichtlich Spaß bei den Kampfszenen hatte, nichts mehr herumreißen. Etwas mehr Blut und deutlich bessere Schnittszenen hätten dem Film mehr helfen können. So wird der Film in den Tiefen des Durchschnitts versinken.

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