Auf dem Cover dieser Blu-Ray wird damit geworben, dass „Alien Trespass“ für alle Fans von Filmen wie „Meine Stiefmutter ist ein Alien“, „Mars Attacks!“ und „Space Quest“ geeignet ist. Gut, wissen wir also schonmal, dass wir es wohl kaum mit einem spannenden und packenden Actionfilm, sondern eher mit einer überzogenen Komödie zu tun haben. Aber schauen wir uns das mal genauer an!

Wir befinden uns in Amerika im Jahr 1957. Alles ist bunt und lustig – die 60er Jahre eben. Auch in dem beschaulichen kleinen Städtchen in Kalifornien in der Nähe der Mojave-Wüste ist das so. Dort beobachtet der Astronom Ted Lewis (gespielt von Eric McCormack, bekannt aus „Will & Grace“) gerade den Nachthimmel. Ebenso schaut zum selben Zeitpunkt die hübsche Kellnerin Tammy (gespielt von Jenni Baird) in den Himmel und hofft auf eine Sternschnuppe. Doch was beide da am Himmel sehen, ist alles andere als eine Sternschnuppe: Es ist ein Raumschiff! Dieses Raumschiff macht gleich darauf auch eine Bruchlandung auf der Erde und gibt seine beiden Passagiere frei: Einen interstellaren Polizisten und in einäugiges Monster namens Urp (übrigens ebenfalls gespielt von Eric McCormack). Ist dieser überirdische Besuch friedlich?

Auf den ersten Blick erscheint die Geschichte spannend zu werden. Man hofft fast auf eine Art „Akte X“, schließlich war Regisseur R.W. Goodwin ja auch der langjährige Produzent der erfolgreichen TV-Serie, auch der Text auf der Coverrückseite der Blu-Ray lässt zunächst auf ähnliches hoffen: „Fliegende Untertassen, Laserpistolen, körperübernehmende außerirdische Parasiten, einäugige Monster aus dem All! Dies alles bietet dieses Action geladene Science Fiction-Abenteuer!“

Doch schnell wird klar, dass Action und Science Fiction nur in sehr abgedrehter Form geboten wird und man es tatsächlich mit einer völlig überdrehten Komödie und nicht mit Spannung zu tun hat. Wenn man Filme wie „Mars Attacks!“ mochte, kann man tatsächlich auch Gefallen an diesem Streifen finden, doch kommt bei „Alien Trespass“ auch nicht ganz der Spaß auf, den manche eventuell bei „Mars Attacks!“ empfunden haben. Dieses auf die Schippe nehmen der 60er Jahre gepaart mit Science Fiction Parodie reißt einfach nicht vom Hocker und bietet auch nicht den Humor, den man sich von einer guten Komödie erhofft. Sicherlich wird „Alien Trespass“ einige Fans haben, aber für die breite Masse ist der Film ungeeignet und hat uns nichtmal ein müdes Lächeln entlocken können. Ab ins Regal und mit einer schicken Staubschicht versehen lassen, denn nochmal kommt dieser Streifen nicht bei uns in den Player!