Wenn man an eine Kindheit in den 80er Jahren zurück denkt, fallen einem viele Filme und Serien ein, die Tiere in den Hauptrollen hatten. Da gab es zum Beispiel Lassie oder Flipper. Aber es gab auch andere Filme, die man damals vielleicht nicht gesehen hat. So ist der Film „2 treue Gefährten“ aus dem Jahr 1984 eventuell auch einer dieser Streifen, die in der Kindheit an einem vorbei gegangen sind. Schön, dass der Film nun wieder auf DVD zu haben ist. Wir haben ihn uns angesehen!

Gegenseitiges Aufbauen

Der Pferdezüchter John Handley trinkt zu viel. Seitdem er seine Frau und sein Kind verloren hat, ist er dem Alkohol leider sehr zugetan. Obwohl er sich nach diesem schweren Verlust ziemlich gehen lassen hat, hat er sich sein gutes Herz immer bewahrt. Dies zeigt sich spätestens als er den hungrigen und umherirrenden Indianerjungen Frankie bei sich aufnimmt. Der kleien Junge erweist sich schnell als Naturtalent im Umgang mit Pferden und weiß als einziger den temperamentvollen Zuchthengst „Red Fury“ zu bändigen. Zum Dank für den liebevollen Umgang und das Bändigen des Hengstes schenkt John Frankie das Pferd. Allerdings ärgert dies den mächtigen und reichen Farmer Stenslough sehr, denn eigentlich wollte dieser den Hengst kaufen und als Rennpferd einsetzen. Zudem kommt auch noch, dass er den Indianerjungen sowieso nicht leiden kann und macht ihm ab sofort das Leben alles andere als einfach…

Neuer Name, neues Glück?

Bereits 2009 erschien dieser Film auf DVD unter dem Titel „The Red Fury“ auch in einer deutschsprachigen Version. Nun fragt man sich natürlich mal wieder, warum denn der Titel des Films geändert werden musste? Passt „2 treue Gefährten“ wirklich besser oder versucht man einfach mal wieder einen alten Film neu zu vermarkten? Wie auch immer, am Film hat die Änderung des Namens natürlich nichts geändert.

Schnell hat man bei „2 treue Gefährten“ oder auch „The Red Fury“ das Gefühl, dass der Film etwas zu sehr die Moralapostelkeule schwingt. Natürlich können und sollen Kindern in Filmen gute Werte vermittelt werden, aber hier hat man ein wenig zu tief in die moralische Kiste gegriffen. Die schlimmen Auswirkungen von Vorurteilen werden behandelt, genauso wie die Tugenden Ehrlichkeit und Pflichtbewusstsein. Da bleibt der Spaß ein wenig auf der Strecke. Mag natürlich auch sein, dass Kinder dies gar nicht als so extrem empfinden und diese sich einfach über die Hauptrolle des Pferdes freuen. Aber als Erwachsener kommt einem dieser Film eben etwas zu moralisch herüber und wirkt dementsprechend weniger unterhaltend.

Nichtsdestotrotz kann man sich „2 treue Gefährten“ gerne mal nachmittags mit der ganzen Familie ansehen, falsch macht man mit diesem Film jedenfalls nichts!