Epix Media veröffentlicht seit Februar 2010 jeden Monat neue Film Klassiker vergangener Jahre und und bietet euch mit der “Twilight Classics”- Reihe spannende Werke aus den Genres – Horror, Science Fiction und Thriller. Wir haben einen weiteren getestet : “Cocaine Blues”. 1998 unter dem Oiginal- Titel “Boogie Boy” veröffentlicht kam der Thriller im Juni 2010 dank Epix Media nocheinmal in unsere Regale, wir sagen euch ob er wirklich das Zeug zum Klassiker hat.

Vom Badboy zum Saubermann?

Jesse, der wegen Todschlags mehrere Jahre im Gefängnis verbringen musste, ist wieder frei und will sich von nun an mit ehrlicher Arbeit Geld verdienen, abseits von jedweder Kriminalität. Anfangs kann er sich auch schnell Hoffnungen machen, als er Schlagzeuger bei einer Band wird und kurz vor einer Tour steht. Doch wie so oft kommt alles anderes als erwartet und so driftet Jesse wieder ab, sein Kumpel bei dem er wohnt brauch ihn um bei einem Drogen-Deal für Verstärkung zu sorgen. Als der Deal dann auch noch schief geht ist Jesse auf einmal wieder mittendrin und mal wieder auf der Flucht. Dieses mal hat er es aber nicht in erster Linie mit der Polizei zu tun sondern mit den verärgerten Dealern. Jesses Tourpläne und ein sorgenfreies Leben rücken in weite Ferne.

Auch wenn der Film somit ein gutes Fundament für einen actionreichen Drogenkrieg bietet so sind die Dialogszenen doch in der Überzahl, unpassend dabei ist leider, dass nicht jeder Dialog die Story vorantreibts sondern eher künstlich in die Länge zieht, die eigentlich durschnittlichen 100 Minuten Laufzeit wirken so fast schon zu lang. Die einzelnen Action-Szenen und gleichzeitig Highlights des Films kommen aber spannend und technisch gut rüber. Ansonsten bekommen wir leider oft sinnfreie Dialoge, langatmige Drogenpartys und schlechte Füllsequenzen vorgesetzt.

Von der Zeit gezeichnet

Die Optik ist anhand heutiger Maßstäbe natürlich weniger gut und kann nur mit wenigen Special Effects dienen, für damalige Produktionen ist die Qualität aber gut und so ist das nicht weiter negativ zu bewerten, lediglich ein andauerndes Rauschen wirkt sich wirklich negativ auf das Filmerlebnis aus. Inhalt und Handlung sind nicht alzu umfassend und auch nicht neu, ein Ex-Sträfling der wieder auf die schiefe Bahn gerät habt ihr alle schon oft gesehen. Am Ende macht die solide schauspielerische Leistung den Film insgesamt nicht zu einem wirklich schlechten aber auch nicht zu einem Klassiker.

Das Bonusmaterial

Das fällt gewohnt bescheiden aus, denn außer einem englischen Original-Trailer zum Film bietet die DVD sonst nur weitere Trailer zu anderen Produkten. Zum Glück bekommen wir aber neben der teilweise echt miesen deutschen Synchro immerhin noch die englische Tonspur angeboten.