Wenn die Frauen in hohen Tönen schreien, wenn gestandene Männer kurz vor dem Weinen sind, wenn Laien- Schauspieler an ihre Grenzen gehen, dann ist es 80er Zeit! Der 1987 erschienene Film “Anthony – Experiment des Todes” (OT: “The Kindred”) , von dem Regie- und Drehbuchduo Stephen Carpenter und Jeffrey Obrow, zeigt was passiert, wenn man Menschen mit einem Oktopus kreuzt.

Mutter Hollins und die vier kleinen Anthonys

Es ist Nacht, ein Porsche rauscht über die Straße, vor dem Porsche ein Pick Up Truck, der etwas langsamer fährt als es dem Porschefahrer gefällt. Waghalsig versucht der junge Mann zu überholen und kracht beim Überholen in eine Baustelle. Schwer verletzt wird der junge Mann in den Krankenwagen verladen. Auf dem Weg zur Klinik wird der Krankenwagen aber unsanft gestoppt, die beiden Sanitäter zusammengeschlagen und der Schwerverletzte mitgenommen.

Mutter Hollins (Kim Hunter) ist aus dem Koma erwacht und ist soweit stabil. Ihr Sohn John (David Allen Brooks) und seine Freundin Sharon (Talia Balsam) fahren gleich zur ihr. Der Arzt warnt John sie nicht aufzuregen, da sie immer noch nicht über dem Berg ist. Aufgelöst berichtet Mutter Hollins, dass John einen Bruder hat Namens Anthony hat und das ihre Forschung etwas damit zu tun hat. Diese hat sie von zuhause aus getätigt. Mutter Hollins bittet John ihre Arbeit zu finden und zu vernichten!

John ist verwirrt, geht aber dem Wunsch seiner Mutter nach und fährt mit Sharon und einigen Arbeitskollegen zum Haus seiner Mutter. Zuvor hatte sich aber John mit dem Forschungspartner seiner Mutter, Dr. Phillip Lloyd (Rod Steiger), unterhalten. Sie hatten jahrelang zusammen geforscht. Dr. Lloyd ist das Anthony- Projekt nicht bekannt, aber John hat damit das Interesse von Dr. Lloyd geweckt. Der Wissenschaftler schreckt nicht zurück, wenn es um unnatürliche Forschung geht, und stattet Johns Mutter einen Besuch ab. Beim Versuch Mrs. Hollins Informationen über Anthony zu entlocken verstirbt Mutter Hollins plötzlich. Bei der Beerdigung trifft John auf Melissa (Amanda Pays), die sich als Mutters größter Fan ausgibt, sprich als Studentin, die die Arbeiten von Johns Mutter verfolgt hat und einige Abhandlungen über die veröffentlichten Forschungsergebnisse geschrieben hat und mit der Materie der Themen vertraut ist. John lädt Melissa ein ihn und sein Team zu unterstützen bei der Sichtung des Materials.

In Johns Elternhaus kommt es dann zu mysteriösen Ereignissen. Erst läuft Sharons Hund davon, also er läuft nicht wirklich davon. Dann tötet eine Wassermelone Johns Arbeitskollegin Nell (Bunki Z). Aber erst wo sein Arbeitskollege Hart angegriffen wird, weiß John, dass etwas Unnatürliches unter dem Haus lebt und dieses Böse muss vernichtet werden….

Abgesehen von der schlechten Ton und Bildqualität, welche dringend eine Nachbearbeitung gebraucht hätte vor Release. So ist der Film absolut stink langweilig und absolut spannungslos! Wer diesen Film Horrorfilm nennt, der hat wohl noch nie einen Horrorfilm gesehen! Bei dem breiigen Bild und der miesen Synchronisation kommt keine Stimmung auf. Die Story ist ebenfalls unspektakulär, wird nicht spannend erzählt, sondern immer auf dem Niveau gehalten einen gewissen wissenschaftlichen Aspekt zu haben. Die Effekte und „Splatter“ Szenen, wobei Splatter ebenfalls unspektakulär ist, machen keinen Spaß. Das Anthony- Monster ist aus schlichten Gummi und man sieht es deutlich, dass es aus Gummi ist, wenn das Bild nicht so schlecht wäre, würde man die nähte sehen. Jedem Horrorfan und Kenner des Genres sollte lieber einen großen Bogen um dieses Werk machen!