Kein Lehrbuch mit Geboten und Regeln, sondern ein breites Spektrum von kreativen Ansätzen zum Ausprobieren! Dieser Band verführt zum Experimentieren mit Twitter, Blogs, Facebook & Co. Es gilt, neue Möglichkeiten für Literatur zu erkunden, im Electric Writing vom User zum Produzenten zu werden. Herausgeber der Reihe Kreatives Schreiben ist Hanns-Josef Ortheil.

Schreiben unter Strom: Experimentieren mit Twitter, Blogs, Facebook & Co.

Schon in der Einleitung merkt man das der Autor die Gabe hat den schnellen Wechsel zwischn Textproduktion, -vermittlung und -rezeption zu analysieren. Seine Gefühle des Verlustes ein einem kulturellen Pessimismus überführt er dabei nicht. Er stellt Arten vor mit denen man trainieren kann unter Strom zu schreiben. Enthalten sind zahlreiche Übungen zum Thema. Das Buch ist also als eine Art Anleitung geschrieben. Stephan Porombka ist nicht besonders daran interessiert Altes zu bewahren. Für den Leser bedeutet dies viel Neues zu erkennen. Wer wirklich dazu lernen möchte sollte dieses Buch gelesen haben. Besonders vorteilhaft ist die häufige Verwendung von Metaphern weil die Vorstellungskraft angeregt wird. Man wird zudem ermuntert eigene Ideen zu entwickeln. Vertreten sind auch konkrete Schreibaufgaben.

Es macht immernoch Sinn das Schreiben zu erlernen in dem man Meisterschreiber beobachtet und imitiert. Aber im virtuellen Raum sind die Rahmenbedingungen anders so das dies im Netz nicht immer möglich ist. Wem die Form völlig egal ist der wird auch bei der Kommunikation im Internet wenig Erfolg haben. Auf jeden Fall ist dieses Buch sehr inspirierend.Der Mix aus Fiktion, Alltag, Realität und Virtualität wurde in das Buch durchaus bewusst eingebaut. Mit einem öden Lehrbuch hat dieses Buch rein gar nichts gemein.