Wie ist es wohl auf dem Mond zu sein? Was denkt man, wenn man auf der Mondoberfläche steht und auf den blauen Planeten blickt? Ob man auf dem Mond womöglich noch Spuren vorhergehender Mondmissionen findet? Vielleicht eine original Hasselblad-Kamera, mit der die allseits bekannten Aufnahmen auf dem Mond entstanden sind? Oder gar ein Lunar Roving Vehicle (LRV), das auf dem Mond herumgefahren ist.

Mondwandler

Inspiriert von Original-Zitaten, die zusammengesetzt eine Art Erzählung ergeben, malt die Autorin Michaela Konrad einen surrealen Comic-Kosmos, der uns einlädt eine Reise zu unserem Trabanten zu wagen. Fast alle Astronauten des Apollo-Raumfahrtprogramms, die in den 1960er und -70er Jahren an erfolgreichen Missionen zum Mond teilgenommen haben, sprechen davon, wie grundlegend dieses Erlebnis sie verändert hat. In Interviews und Büchern berichten sie von philosophischen und spirituellen Erfahrungen. Ein Eindruck von Gleichgewicht und Harmonie entsteht, und der scheinbare Gegensatz löst sich auf in eine schlafwandlerische Schwerelosigkeit, wie sie die Raumfahrer einst empfunden haben mochten.

“Mondwandler” zeigt in großformatigen Bildern atmosphärische Comic-Zeichnungen zur Mondlandung, ergänzt durch Zitate von den erwähnten Astronauten, die über ihre Erfahrungen, Gefühle und Eindrücke berichten. Gepaart mit den sensiblen Zeichnungen, die zwar so minimalistisch und doch so ausdrucksstark sind, entsteht ein Comic über die 24 Männer, die im Lauf der Geschichte den Mond besucht haben, der leuchtender, kraftvoller und beeinruckender kaum sein könnte.