Allein schon das Cover dieses Buches brachte mich derart zum Lachen, dass ich dieses Buch einfach haben musste. Wer kennt nicht diesen leicht störrischen Gesichtsausdruck auf dem Gesicht seines eigenen Kindes oder dass der Verwandten oder gar im Berufsalltag. Ich muss wirklich sagen, ich habe es wirklich gut getroffen, denn die ersten Seiten ließen mich weiterlachen.

Härtetest

Das Leben kann manchmal besonders gemein sein. Eigentlich ist Sophie glücklich, wären da nicht: die Praktikantin ihres Mannes Jonas, die ihn sich unter ihre manikürten Fingernägel reißen will. Die reizende vierjährige Tochter Maja, die ihre Mutter aber auch mal bis aufs Blut reizen kann. Die überstrenge Erzieherin im Kindergarten, vor der alle kuschen. Und der Zickenkrieg bei der Zeitschrift „Mütter“, für die Sophie arbeitet. Ist das Leben zu hart oder bist du zu schwach?

Man wird in eine schon irgendwie alltägliche Geschichte gezogen, als Maja, das Kind von Sophie, versucht, mit der Zahnbürste die Toilette zu putzen und die Mutter versucht, sie davon abzuhalten. Für die Mütter/Frauen, die diese Situation nicht kennen, werden sich aber spätestens da wiederfinden, als Maja auf dem Spielplatz nach Fernsehen und Süßigkeiten schreit – in Beisein anderer Eltern und ihren Schützlingen oder wie das Kind den Vater vergöttert und die Mutter förmlich in den Wahnsinn treibt.
Es ist ein wirklich köstliches Buch, welches sich nicht nur mit dem Großziehen der Kleinen beschäftigt, wenn diese ihren eigenen Willen durchsetzen wollen, sondern auch mit den Problemen der Erwachsenen in Beruf und Privatleben. Durch die humoristische Sprache hat man während des Lesens auf jeden Fall ein Lächeln auf dem Gesicht oder man muss das Buch auch mal weglegen, um herzhaft lachen zu können. Wenn man nicht lächelt oder lacht, muss man nicken, weil man die Protagonistin so gut verstehen kann, dass man denken könnte, man kennt sich persönlich.

Die Kapitel sind realitätsnah in Wochentage eingeteilt, sogar mit Datum, dass es Tagebuchcharakter hat, allerdings ist der Schreibstil dann erzählerisch nahe am Geschehen, als wäre man Zuschauer und stünde direkt daneben, wenn Sophie sich Gedanken um ihr Vorstadteheleben macht oder in Gedanken bei ihrer Arbeit ist, oder, oder, oder. Dadurch, dass man einen Wochentag und ein Datum hat, wirkt das Ganze auch viel persönlicher, was das Leseereignis noch schöner macht.