Glenn Hughes – eigentlich müsste man diesen Künstler nicht mehr vorstellen und dennoch sind wir uns sicher, dass vielleicht doch noch nicht bei jedem klingelt, sobald dieser Name fällt. Daher nun von unserer Seite zunächst eine kleine Vorstellung. Glenn Hughes, britischer Rockmusiker des Jahrgangs 1951 ist einer jener Bassisten, die eine Menge Stationen mitgemacht haben. Und die Namen der Bands in denen er spielte sind heute legendär: Deep Purple, Black Sabbath und Gary Moore. Außerdem machte er Bekanntschaft und veröffentlichte Alben mit John Norum (Europe), Dave Holland (Schlagzeug, Judas Priest), Tommy Bolin (Deep Purple), David Coverdale (Whitesnake), Ozzy Osbourne, Ronnie James Dio (Rainbow, Dio) und vielen weiteren Größen der Rockszene…

Glenn Hughes – Die Autobiografie

Nun erscheint mit “Glenn Hughes – Die Autobiografie – Von Deep Purple zu Black Country Communion” eine Biografie von Hughes selbst. Auf 216 Seiten erzählt Glenn Hughes von seinen Anfängen in den sechziger Jahren mit der Beat-Combo Finders Keepers und umspannt die gesamte Karriere von Glenn Hughes. Der Schreibstil ist dabei überaus flüssig, die Übersetzung mehr als gelungen. So kommen auch einige recht skurrile und witzige Teile der Geschichte gut rüber.

Zusammen mit seinem Co-Autor Joel McIver blicken die beiden auf Drogenexzesse zurück, hinterfragen solche Begebenheiten allerdings auch immer und zeigen auf, welche Auswirkungen die Drogen- und Alkoholsucht auf Hughes’ Leben hatten. Diese Passagen sind überaus beklemmend und werden glaubhaft geschildert. Drogen waren sein ständiger Begleiter und drohten, ihn zu zerstören, doch Glenn schaffte den Absprung, indem er zu sich selbst fand und einen konsequenten Entzug wagte.

Heute ist er erfolgreicher denn je und berichtet aufrichtig wie humorvoll über tiefe Täler und höchste Gipfel, die er seit Kurzem auch mit der Supergroup Black Country Communion erklimmt.