Deckard Cain ist der Letzte der Horadrim – das einzige überlebende Mitglied eines so geheimnisvollen wie legendären Ordens. Auserwählt von Erzengel Tyrael, waren die Horadrim einst mit der heiligen Mission betraut, die drei Erzbösen Diablo (Herr des Schreckens), Mephisto (Herr des Hasses) und Baal (Herr der Zerstörung) aufzuspüren und zu vernichten. Doch dies geschah vor langer Zeit. Während die Jahrzehnte verstrichen, verminderte sich die Macht der Horadrim und sie verschwanden im Vergessen. Jetzt befinden sich die Aufzeichnungen über deren Weisheit, Geschichte und Strategien in den gealterten Händen eines Mannes … eines Mannes, dessen Besorgnis wächst.

Diablo III: Der Orden

Ein dunkles Wispern erfüllt die Luft, Gerüchte über ein uraltes Übel machen die Runde – Fanale einer dämonischen Invasion, die das Land zu zerreißen droht. Inmitten des wachsenden Grauens findet Deckard Cain neue Hinweise, die die Rettung – oder den Untergang – der Welt der Sterblichen bedeuten könnten: Es scheint noch weitere Versprengte der Horadrim zu geben. Cain muss nun herausfinden, wo sie sich aufhalten und warum sie sich bislang vor den Augen eines der ihren verborgen hielten. Auf der Suche nach den verlorenen Mitgliedern der Horadrim, sieht sich Deckard zu einer Allianz mit einer ungewöhnlichen Verbündeten gezwungen: Leah, ein 8-jähriges Mädchen, von dem viele glauben, sie stehe unter dämonischem Einfluss. Was verbirgt sie? In welchem Zusammenhang steht sie mit dem prophezeiten Ende aller Tage? Und falls es wirklich weitere Horadrim gibt, werden sie dazu in der Lage sein, die drohende Vernichtung abzuwenden? Dies sind die Fragen, die Deckard Cain beantworten muss… bevor die Zeit abgelaufen ist.

Der neueste Roman zum beliebten Actiongame Diablo “Diablo III: Der Orden” wurde vom amerikanischen Horror- und Fantasy-Autor Nate Kenyon verfasst. Die 393 Seiten umfassende gebundene Ausgabe, in der die Vorgeschichte zum ersten und zweiten Teil des Spiels um den Helden Deckard Cain erzählt wird.
Durch dichte und atmosphärische Beschreibung schafft der Buchautor es, seine Leser in die Zauberwelt von Sanktuario zu entführen. Packend und wortgewaltig schildert er die Landschaft, die Abenteuer der Protagonisten des Romans und die Wesen, mit denen diese es zu tun bekommen. Die manchmal düstere Atmosphäre des Games wird auch im Roman deutlich und verursacht an einigen Stellen Gänsehaut.

Vor allem Neulinge der Diablo-Reihe und diejenigen, denen das Computerspiel gänzlich unbekannt ist, werden eine spannende Geschichte lesen, die bestimmt einige Überraschungen bereithält. Im Roman sind genügend erklärende Hinweise vorhanden, um der Story auch ohne Vorwissen folgen zu können.
Die Erzählperspektive aus der Sicht eines auktorialen Erzählers wird immer wieder durch innere Monologe vor allem der Hauptfigur Cain ergänzt. Dies ermöglicht auch Spielkennern eine zumindest teilweise neue Sicht auf die jeweiligen Handlungsverläufe und lässt vor allem den Charakter Cain in einem neuen Licht erscheinen. Dadurch schafft es der Autor gekonnt, die Leser mit seiner Figur mitfühlen zu lassen.

Einige deutliche und vielleicht etwas zu offensichtliche Anspielungen auf den weiteren Handlungsverlauf, den Fans des Computerspiels “Diablo” sicherlich kennen, nehmen der eigentlichen Story an manchen Stellen etwas von der Spannung. Richtig langatmig wird der Roman allerdings nie. Dies verhindert die außgesprochen bildhafte und metaphernreiche Beschreibung des Buchautors Kenyon.